Das goldene Werkzeug

Wir sind beeindruckende Wesen, die von Liebe und Achtsamkeit geprägt sind. Sobald wir also etwas aufmerksam betrachten oder darüber sprechen können, hat das menschliche Bewusstsein tatsächlich einen unmittelbaren Einfluss auf die Situation, die wir betrachten oder mit der wir uns verbinden. Das ist eine ganz ursprüngliche Art des Seins. Aber es sind Dinge passiert, und diese Dinge sorgen dafür, dass deine größten Kräfte sozusagen von Situationen gefangen werden. Es spielen sich also Situationen in deinem Leben ab, durch die deine Aufmerksamkeitskraft regelrecht polarisiert wird. Deine Aufmerksamkeitskraft wird also von der Situation gefangen, wodurch du wütend oder gereizt wirst – und alles, was du dann denkst und fühlst, ist auch wirklich die Wahrheit. Denn was der Grund ist, ist dann auch wahr… wenn dich zum Beispiel Musik stört… Und so haben wir alle in unserem Leben Dinge, die wir erleben und die uns berühren. Dadurch geraten wir in eine Art Widerstand.
Und was dann passiert, ist, dass wir direkt in ein logisches Denkschema geraten. Mit anderen Worten: Die Aufmerksamkeit, die ich hätte schenken können, habe ich verpasst, weil ich in eine polarisierte Reaktion geraten bin. Und „polarisiert“ bedeutet in diesem Fall nicht negativ, sondern ich meine damit, dass sich die Situation umkehrt, weil du mit deiner Energie – der Aufmerksamkeit, die du etwas hättest schenken können – diese Aufmerksamkeit nicht mehr in die Richtung lenkst, in die du sie hättest lenken können.
Und das ist es, was wir sind: Wir sind ursprünglich Missionare des Lichts. Also das Bewusstsein von zu Hause auch hier in diese Welt zu bringen – mit unserer eigenen Aufmerksamkeit. In dem Moment, in dem man polarisiert reagiert, gerätst du in Frustration, in Wut, in eine ablehnende Haltung, in Sorge, in ein negatives Muster… alles, was die Sache eigentlich in die andere Richtung drückt, sorgt dafür, dass sich die Energie nicht ausdehnt, sondern implodiert. Und das verursacht auch Krankheiten.
Genau das meine ich. Was ich also vor allem mache, ist, den Widerstand bei anderen Menschen sichtbar zu machen. Tja, das gelingt mir immer ganz gut. 😉 Und ich habe auch nicht vor, das jemals auch nur eine Sekunde lang zu unterlassen. Denn das würde bedeuten, dass ich keine sinnvollen Dinge mehr sagen könnte. Denn diese Widerstände, die entstehen – sie entstehen durch mein Handeln, durch meine Worte, durch meine Informationen, durch mein Sein … durch das, was ich bin.
Und das ist für das Gefühl sehr irritierend. Aber du musst dir ganz bewusst machen: Es geht nicht um Martijn, es geht um MICH. Was in mir sorgt dafür, dass ich immer wieder auf eine bestimmte Art und Weise in wiederkehrende Reibungen gerate? Und dann nicht einfach eine logische Antwort geben, dass du unter … leidest. Es ist möglich, weil diese Reaktion in meinem zentralen Nervensystem gespeichert ist. Ich reagiere eigentlich immer gleich.
An dem Tag, an dem jemand anders auf das reagieren kann, was passiert – auf das, worauf du immer auf diese Weise reagierst –, an dem dieses Bewusstsein entsteht, dieses Widerstandsbewusstsein, dieses Bewusstsein, das alles Mögliche will, nur keine Verbindung… an dem Tag, an dem das neu entschieden wird, auf eine andere Art und Weise, wird auch deine Kraft wieder fließen. In dem Moment, in dem diese Kraft wieder ein wenig zu fließen beginnt, werden sich auch die Schwingungsfelder der Zukunft, in denen wir uns befinden, verändern. Es hängt also davon ab, wie ich reagiere und ob ich in die Wiederholung gehe oder in die Kreation. Gehe ich in die Wiederholung oder gehe ich in die Kreation? Und Wiederholung kennen wir, Kreation kennen wir oft nicht.
Kreation ist … loslassen … was spüre ich gerade, innehalten bei dem, was ich spüre, bei dem, was durch mich hindurchgeht, und während ich mich darin befinde, nicht weiter auf der Grundlage dieser Schwingung, dieses Gefühls zu denken … sondern auf der Grundlage dieses Gefühls, das da ist, etwas Neues zu erträumen.
Genau das passiert. Diese Kreationskraft von uns ist also ein emotionales Bewusstsein, ein Zustand, deine Gemütsverfassung. Das muss übrigens nicht unbedingt eine Emotion hervorrufen – es ist einfach ein Gemütszustand, in dem du dich befindest. Diese Gemütsverfassung darfst du nicht einfach weggeben, sondern du musst sie nutzen. Und in dem Moment, in dem du merkst, dass du gereizt bist, wütend oder irgendetwas anderes, solltest du – anstatt einfach in deiner Logik weiterzumachen – damit aufhören und genau diesen Gemütszustand nutzen, um dir etwas ganz Schönes vorzustellen, denn das ist der Treibstoff selbst, um den nächsten Moment zu erschaffen. Und genau davon rede ich, und es gibt zwei Möglichkeiten und keine anderen.
Die eine Möglichkeit ist, dass du in der Wiederholung stecken bleibst und das für den Rest deines Lebens so weitermachst, und die andere Möglichkeit ist, dass du zu deinem eigenen Herzen findest, Einsicht über dich selbst gewinnst und deinen Moment einfach nutzt, um zu erschaffen, zu fantasieren, zu träumen und das aufzubauen, was in dir selbst aufgebaut werden muss… bumm!! Und das Letztere ist es, worauf ich hinarbeite – und nicht auf Schritt eins. Du musst also, ganz offen gesagt, bereit sein, diese Schwingungskommunikation tatsächlich zu durchbrechen. Du musst also all diese Kommunikation zwischen all diesen Schwingungen und all diesen polarisierten Energien erkennen. Und das ist gar nicht so schwer, denn du kannst es einfach spüren – sei ehrlich –, du kannst sie sehen, du kannst sie stoppen. Du kannst sie durchbrechen, indem du eine andere Entscheidung triffst – aus deinem Herzen heraus, aus deinem Gefühl heraus – und dann wirst du merken: Wenn du aus deinem Gefühl heraus eine Sache in Angriff nimmst – und oft sind das die schwierigsten Dinge in deinem Leben –, wenn du diese in Angriff nehmen kannst, den schwierigsten Teil, und du dich auf die Gefühle einlässt, dann sendest du ein Signal aus, dass das gesamte Feld, in dem du lebst, dass auch auf anderen Ebenen, wo sich diese Blockaden befinden, dass dieses Schwingungsfeld dort ebenfalls einen Ruck bekommt und sich verändert. Du musst also nicht alles in deinem Leben lösen, sondern einige entscheidende Dinge leben. Und dafür gibt es sehr mächtige Mechanismen, die dich davon abhalten wollen.
Was ich für sehr wichtig halte, ist, dass wir an einem Tag wie heute darüber nachdenken können, was in der Tiefe, Breite und Länge noch alles nötig sein könnte. Hier, wo wir uns gerade befinden, in diesem kosmisch-irdischen Aspekt … dass wir also das, was du ansprichst – diese Widerstände oder die Dinge, die dabei entstehen –, dass wir diese als goldene Momente nutzen können, denn genau das sind sie, und dass wir damit etwas anfangen können.
Und natürlich höre ich, was du sagst, das ist völlig richtig: Es entsteht Raum, sobald dieser Widerstand da ist, diese Reibung, diese Spannung. und du lässt dich nicht darauf ein, sondern kannst dir dessen ganz bewusst sein – und genau das schafft Raum.
Anstatt dass du völlig in den Widerstand gehst, kannst du das einfach so lassen, wie es in diesem Moment ist. Aber du erlebst das nicht nur als Entspannung.
Denn es gibt ein Momentum der Kreationskraft. Und das weiß ich alles, deshalb spreche ich auch darüber. Es läuft bewusst so ab, dass derjenige, der sich dessen nicht bewusst ist, sich also in diesem Wiederholungsmodus im Leben des Widerstands befindet – gggrrrrrrr … und wenn du dir dessen bewusst wirst, dann hast du es erlebt, bist dir dessen bewusst und losgelöst… und dann entsteht Raum. Aber das ist auch nur die halbe Geschichte. Denn es geht noch weiter. Es geht darum, dass du dir bewusst bist, dass sich dieses Widerstandsfeld fast wegnehmen lässt – was gar kein negatives Feld ist… es wird durch unangenehme Situationen hervorgerufen, aber es ist emotionaler Treibstoff, den du selbst lieferst, und dadurch wird Energie erzeugt.
Und dass du dann, in dem Moment, in dem du nicht mehr in den „Sog“ hineingezogen wirst – also in das, was du normalerweise damit machen und wie du darauf reagieren würdest –, loslässt und es anschließend, während du dich entspannst, auch nutzt. Das ist es, was bei mir passiert. Wenn mich also etwas Unangenehmes trifft oder etwas in mir selbst unangenehm ist, also nicht von jemand anderem, dann werde ich still und fange an, damit zu arbeiten. Dann gehe ich in dem Zustand, in dem ich mich gerade befinde, an die Arbeit. Und was ich damit meine, ist, dass ich beginne, Bewusstsein für Themen zu schaffen, die gerade jetzt in meinem Leben, aber auch wirklich auf der Erde, sehr wertvoll sind. Also löse ich dieses Widerstandsfeld, das aufgetaucht ist … los! Ich muss mich nicht darauf einlassen, es entsteht Raum, aber ich lasse es nicht einfach abfließen, denn wenn ich es abfließen lasse, ist das zwar ein sehr schönes Gefühl von „Puh, das ist schön aufgeräumt, es ist weg“… Aber darum geht es gar nicht, denn manchmal spitzt sich die Lage so sehr zu, dass das der einzige Ausweg ist. Wenn du in deiner inneren Entwicklung einen Schritt weiter bist, wirst du merken, dass du es in diesem Moment nicht einfach loslassen solltest, sondern dass du genau diese Gemütsverfassung nutzen musst, um neue Entscheidungen zu treffen und neue Situationen zu schaffen. Um mit deinem ganzen Geist zu träumen, um präsent zu sein und der Welt neue Richtungen in dir selbst zu geben. Wenn du zum Beispiel krank bist und Störungen in deinem Körper hast, dann tauchst du gerade in diesen Moment des Körpers ein und kannst durch den Widerstand, der da war, neue Anweisungen geben. Nur als Beispiel. Oder ein Baum in deinem Garten, dem es nicht mehr gut geht… In dem Moment, in dem es einen Widerstand gibt, einen Konflikt durch einen Anruf von jemandem, und du gehst ran und denkst: „Verdammt, was glaubt diese Person eigentlich, wer sie ist!!“ „Ach ja… das alles muss ich gar nicht machen“ …und du atmest tief durch und lässt los, und es entsteht wieder Raum. Aber ich spüre diese Kraft immer noch in meinem Körper. Ich stecke also nicht mehr mitten drin, aber ich spüre diese Kraft immer noch. Und diese Kraft ist der Treibstoff selbst, den setze ich ein und leite ihn zu diesem Baum … bumm! Und das ist das Land von früher, das haben wir früher schon mal gemacht!
Und es ist so gut aufgebaut, dass, wenn du es nicht weißt, aus den Widerständen heraus lebst und wenn du ein bisschen tiefer hineinkommst, du dann bewusst die Widerstände loslässt… ich lasse los und komme in den Frieden. Dann machst du immer noch nichts mit der Seelenkraft, in die du gelangt bist.
Und das ist die Force alive! Und wenn du das verstehst, ist es unglaublich gut, in einer Umgebung zu sein, in der du den ganzen Tag über gereizt wirst 😉

 

Quelle: Martijn van Staveren Kosmische beraadslaging Zwaanshoek 31.3.2026
Transkript Petra Witt, Übersetzung Elisabeth Slinkman